Finanztransaktionssteuer und Markttechnik

    • strugs schrieb:

      Gerade bei der Suche nach dem persönlichen Handelsstil spielt dieses Thema leider eine Rolle. Ich habe mich gerade mit dem Handel des Ausbruchs in Aktienwerten angefreundet. Wenn ich allerdings lese, dass dort 0,1 % TAS fällig sein sollen, vergeht mir die Lust darauf.

      ...

      Meines Wissens ist folgendes in Planung:

      - Start Januar 2014 in Deutschland und weiteren 11 EU Staaten, Frankreich und Italien haben es bereits eingeführt
      - 0,1% auf Aktien
      - 0,01 % auf Derivate
      - bei Kauf UND Verkauf
      - Umgehung dieser Steuer fast unmöglich (für Kleinanleger), sobald Sitz / Wohnort einer Vertragspartei im jeweiligen Land ist
      - die Steuer wir vom jeweiligen Broker einbehalten und an ein Staat abgeführt.

      ...

      Soweit so gut. Wie ist eure Meinung dazu, bzw. ich werfe mal ein paar Fragen in den Raum:

      1. Welchen Einfluss wird diese Steuer auf euren Handelsstil haben?
      ...
      3. Welchen Einfluss wird die Steuer auf das Verhalten der Marktteilnehmer haben bzw. wird sich das Chartbild ab 2014 verändern ? ( Liquidität, Volatilität) Ausbruchhandel, Hochfrequenzhandel etc. wird doch eigentlich hinfällig...


      Hallo zusammen,

      wichtiges Thema diese Steuer und deren Auswirkung. Leider erfährt diese FTT in der Öffentlichkeit keine Unterstützung, soll heissen "die bösen Spekulanten sollen ruhig zahlen". Jedoch das die EU bzw. die Politik gleich so umfassend eingreifen möchte gemäß dem Motto "Du sollst nicht spekulieren sondern investieren" geht in der öffentlichen Diskussion unter. Auch das nun sämtliche Gruppen wie Market-Maker (Makler), Banken, Versicherungen, Börsenbetreiber und ein paar private Trader Ausnahmen fordern sieht man wie akut es den "Spekulanten" ist, jedoch "nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird" und solange für den deutschen Privatspekulanten, Privatinvestor nichts schwarz auf weiss feststeht würde ich so weitermachen wie bisher. Sinnvoller wäre bspw. eine Einführung einer Mindesthaltedauer und ähnliches gewesen, doch da hat sich wohl die Lobby durchgesetzt.

      Letzte Woche war, glaube ich auf boerse.ard, ein Podcast wo angeblich das deutschge Finanzministerium für die Privatleute welche bspw. in Ihre Altersvorsorge sparen Ausnahmen bei der FTT mit "Hochdruck" einarbeiten will (vielleicht hat ja jeder Private bspw. 100 Transaktionen pro Jahr frei?), dass mittlerweile ganze Staaten gegen die FTT klagen spricht wohl gegen das Vorpreschen der EU …

      Auch von der Politik, speziell FDP, ist keine "Schützenhilfe" zu erwarten, den der Staat hat mit der FTT eine neue Einnahmequelle "ins Auge gefasst"und wenn der Börsenumsatz um 10 bis 15% zurückgehen würde so kommt wohl immer noch viel genug herein. Sie erhoffen sich auch eine Signalwirkung für die anderen europäischen Länder und in Zukunft für die ganze Welt.

      Da sich die wenigsten Trader ein Auswandern leisten können oder auf Angehörige, Familie und ggf. Beruf Rücksicht nehmen müssen hoffe ich es bleibt wenigstens der Forexhandel (ECN, STP, DD) von der FTT (zumindest für Private) befreit um dort zumindest ein Day-/Swingtrading für Private weiterhin zu ermöglichen.

      Ansonsten ist statt Aktientrading, bspw. nach Markttechnik, schon aus Kosten zu Risiko Sicht ein umschwenken bspw. auf langfristige Dividendenstrategie (Dogs of the Dow und andere) nötig, mental habe ich mich schon mal drauf eingestellt ^^

      Mal sehen was konkret für den deutschen Privattrader in 2014/15 kommt, zumindest kann man a) Klage einreichen und b) gegen jeden Steuerbescheid Widerspruch einlegen und irgendwann wenn die FTT doch weggeklagt wurde eine Erstattung bekommen.

      Besser wäre eine Finazaktivitätssteuer gewesen wo der Staat gezielt auf bestimmte Marktteilnehmer/Institute hätte gehen können, so werden nun alle "bestraft" auch die die nichts dafür können …

      Zu den wichtigen Fragen 1 und 3 wird dir keiner eine Antwort geben können, auch nicht die "großen Marktteilnehmer" welche die Kurse stärker beeinflussen werden und Du wirst deinen persönlichen Handelsstil eben anpassen müssen oder nach Betrachtung von Aufwand, Kosten, Risiko, Steuern etc. zu Ertrag eben auch einstellen 8|

      Der erfahrene Trader achtet wie sich die Marktstruktur/Marktstrukturbrüche verändert(en) und stellt sich und seinen Handel darauf neu ein, volle Zustimmung.

      Mal sehen was nun tatsächlich kommt und was man dann tun könnte :?: ... nützliche Infos sind auch u. a. hier transaktionssteuer.info/ zu finden :thumbup:

      Viel Erfolg.
      Beste Grüße

      Roti ;)

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    • nur vorläufig: Geheimes EU-Papier: Börsensteuer kommt nicht

      Roti schrieb:

      strugs schrieb:

      Meines Wissens ist folgendes in Planung:

      - Start Januar 2014 in Deutschland und weiteren 11 EU Staaten, Frankreich und Italien haben es bereits eingeführt
      - 0,1% auf Aktien
      - 0,01 % auf Derivate
      - bei Kauf UND Verkauf
      - Umgehung dieser Steuer fast unmöglich (für Kleinanleger), sobald Sitz / Wohnort einer Vertragspartei im jeweiligen Land ist
      - die Steuer wir vom jeweiligen Broker einbehalten und an ein Staat abgeführt.



      Auch von der Politik, speziell FDP, ist keine "Schützenhilfe" zu erwarten, den der Staat hat mit der FTT eine neue Einnahmequelle "ins Auge gefasst"und wenn der Börsenumsatz um 10 bis 15% zurückgehen würde so kommt wohl immer noch viel genug herein. Sie erhoffen sich auch eine Signalwirkung für die anderen europäischen Länder und in Zukunft für die ganze Welt.




      Geheimes EU-Papier: Börsensteuer kommt nicht

      Schlechte Nachrichten für Wolfgang Schäuble: Es wird keine europaweite Finanz-Transaktions-Steuer geben. Die EU hat in einem geheimen Papier ermittelt, dass die Steuer sinnlos ist. Nun bleibt Deutschland nur noch die Möglichkeit, eine solche Steuer im Alleingang einzuführen. Das wäre der Todesstoß für den Finanzplatz Frankfurt.

      Wolfgang Schäuble und die EU-Finanzminister verlieren ein weitere Einnahme-Quelle, auf die sie gesetzt hatten: Die legendäre Finanztransaktionssteuer. In diesem Kontext wird auch klar, warum Schäuble in den Eckpunkten des Finanzhaushaltes 2014 darauf verzichtet hat, die potenziellen Einnahmen einer solchen Steuer mit ein zu beziehen.

      Im Zug der Finanzkrise hatten die Politiker in Europa die populäre, aber völlig unrealistische Idee, die Banken für den Börsen-Handel zu besteuren. Eine EU-weite Steuer auf Finanztransaktionen hätte Risikogeschäfte auf ein Minimum reduzieren und das internationale Finanzsystem stabiler machen sollen.


      Nun läßt die EU die Katze offiziell aus dem Sack: Die Börsensteuer ist eine Schnapsidee. Einem geheimen Dokument vom EU-Rat zufolge glauben selbst die EU-Granden nicht mehr an die Wirkung einer solchen Steuer, wie der EU Observerberichtet.


      Der sechsseitige, interne Bericht von offiziellen Mitarbeitern des EU-Rates wirft auch rechtliche Zweifel an dem Unterfangen auf. London hat angekündigt, gegen die Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte rechtlich vorzugehen. Die Briten wollen ihren riesigen Finanzstandort schützen, damit die Banken weiter Gewinne machen können und das System weiter funktioniert.


      Außerdem zeige der Bericht, dass die negativen Auswirkungen überwiegen. Ein Aufschlag von 0,1 Prozent auf Anleihen und Aktien (0,01% auf Derivate) würde die Rückkaufvereinbarungen bei Staatsanleihen negativ beeinflussen. Dies könne „eine unverhältnismäßig große Last auf kurzfristige Staatsanleihen hervorrufen, im Vergleich zu langfristigen Staatsanleihen“. Die Kosten der Staatsschuldenfinanzierung würden dadurch wieder ansteigen.


      Die Reichweite und die Bezeichnung der Steuer seien noch unklar, ebenso wie die Art, in der das Geld eingezogen werden soll. Derzeit zeichnet sich eine Kehrtwende innerhalb der EU ab. Denn, dass der Entwurf einer Finanztransaktions-Steuer zur gleichen Zeit in den Hintergrund gedrängt wird, in der die EU im großen Stil die Enteignung ihrer Bürger in geltendes Gesetz umwandeln will, ist keine große Überraschung (mehr hier). Die Zwangs-Abgabe nach dem Modell Zypern ist mittlerweile sogar durch wirkungsvolle Propaganda bei den deutschen als durchaus probates Mittel verkauft worden (hier).


      EU-Ratspräsident Rompuy legt derzeit auch mehr Wert darauf, die Steuerflucht in der EU zu bekämpfen. „Steuerflucht ist unfair“, sagte Rompuy in einer Videobotschaft (hier). Denn wenn die Bürger der EU ihre Vermögen in Sicherheit bringen, wozu sie im Recht sind, dann droht die Einführung einer weitgreifenden Zwangsabgabe wirkungslos zu verpuffen.

      Quelle: deutsche-wirtschafts-nachricht…oersensteuer-kommt-nicht/

      Dennoch ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen, daher ist dieser Artikel für mich nur vorläufig wenn auch schon mal eine Tendenz nun da ist ;)
      Beste Grüße

      Roti ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Roti ()

    • Nick Ti schrieb:

      Olli72 schrieb:

      @Nick Wo und wann soll es hin/losgehen ;)


      Erstmal muss ich den Zivildienst :hmmmm: fertig machen. Das Ziel ist dann abhängig davon, ob die Steuer kommt.


      Die Steuer wird kommen. Das ist ein EU-Beschluss und in Italien ist sie bereits seit März in Kraft 8|
      -> Versuche nie die Märkte vorherzusagen...
      -> Bevor ich das nehme was ich kriegen kann, warte ich lieber darauf, bis ich das bekomme, was ich haben will !!!

    • Nick Ti schrieb:

      Elf Staaten dürfen (nicht müssen) diese Steuer einführen. Italien unf Frankreich besteuern auch nur die eigenen Werte, auf die ich gerne verzichte. Ich warte also lieber ab und mache mir jetzt noch keine großen Sorgen. Neun Monate meiner Lebenszeit genügen um quitt zu sein!!!

      und davon abgesehen, besteuern die Franzosen nur den Kauf. Nicht den Verkauf :D

      man sieht also, dass dieses Thema komplett auf eine Antwort mit dem Anfang "es kommt darauf an" hinausläuft :D
      -> Versuche nie die Märkte vorherzusagen...
      -> Bevor ich das nehme was ich kriegen kann, warte ich lieber darauf, bis ich das bekomme, was ich haben will !!!

    • noch ist es nicht geschafft

      Hallo zusammen,

      noch ist es nicht ausgestanden, die Zeichen mehren sich zur Zeit das am Privatanleger und -trader doch mehr "hängen" bleibt :rolleyes:

      Editiert von Admin:
      Großzitate, also die Einbindung kompletter Beiträge, sind gem. §51 UrhG nicht gestattet. Erlaubt ist nur die Übernahme von einzelnen Stellen, als Zitat markiert und mit Quellenangabe versehen.

      Neue Steuer belastet private Anleger

      Die geplante Finanzmarktsteuer könnte angesichts massiver Kritik von Banken und wachsender Bedenken in den beteiligten Euro-Staaten stark eingedampft werden. Warum Privatanleger trotzdem doppelt zahlen könnten.
      Ursprünglich sollte die neue Börsensteuer jede Finanzmarkt-Transaktion besteuern. Auf jeden Kauf und Verkauf von Wertpapieren sollte die Steuer anfallen. Zu Hochzeiten war die Rede davon, dass in der EU bis zu 70 Milliarden Euro jährlich kassiert werden könnten. Die Banken sollten so an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden. Doch: In Brüssel wird aktuell über Änderungen am Gesetzentwurf der EU-Kommission diskutiert. Die Neuerungen würden den Finanzinstituten entgegenkommen. Folge: weitaus geringere Steuereinnahmen als ursprünglich angenommen. [...] Diskutiert wird offenbar auch eine Freistellung für Altersvorsorge-Produkte. Die Steuer könnte demzufolge in ihrer ersten Stufe auf eine Börsensteuer auf Aktien reduziert werden. In Stufe zwei kämen Anleihen hinzu und dann erst Derivate. Entschieden ist freilich noch nichts. [...]

      EU-Kommission belastet Privatanleger
      So unklar die Lage in den politischen Gremien ist, so eindeutig erscheint sie mittlerweile hinsichtlich der Auswirkungen auf die Märkte und – noch viel wichtiger – auf die Anleger. Denn nahezu alle Untersuchungen zur Finanztransaktionssteuer beschreiben ausführlich die negativen Effekte für die Effizienz der Finanzmärkte und für Privatanleger.
      In einer Studie untersuchte die Börse Stuttgart gemeinsam mit der Forschungsgruppe "Financial Market Innovation" des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Auswirkungen der französischen Finanztransaktionssteuer auf Handelsaktivität und Marktqualität. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die französische Finanztransaktionssteuer beeinflusst die Handelsaktivitäten und das Verhalten der Investoren in erheblichem Maße. [...]

      Dramatische Auswirkungen

      Die Situation in Frankreich ermöglicht eine Prognose auch für den deutschen Markt: Die Folgen einer Finanztransaktionssteuer sind höhere Transaktionskosten, rückläufige Handelsvolumina bei den betroffenen Wertpapieren und damit geringere Liquidität an den Märkten. Darüber hinaus sind die indirekten Auswirkungen der Steuer nicht zu unterschätzen. Die Liquidität im Markt für Wertpapiere wird leiden, wenn – wie von Brüssel gewollt – auch die Liquiditätsspender zur Kasse gebeten werden. [...] Mindestens ebenso dramatisch wären die Auswirkungen auf Privatanleger. Zunächst einmal müssten sie bei geringerer Liquidität höhere Spreads zwischen An- und Verkaufspreisen akzeptieren und Abstriche bei der Ausführungsgeschwindigkeit ihrer Orders machen. Zudem findet sich im Richtlinienvorschlag der EU-Kommission kein Passus, der Transaktionen von Privatanlegern von der direkten Steuerpflicht ausnimmt. Im Gegenteil: Privatanleger können der Steuer im Gegensatz zu Finanzinstituten nicht vermeiden, da sie keine Möglichkeit haben, ihre Finanzaktivitäten zu verlagern. [...]

      Privatanleger werden die Last tragen müssen
      Eine ganze Reihe von weiteren aktuellen Studien bestätigen die gravierenden Belastungen für Privatanleger. Sowohl namhafte Vertretungen der deutschen Finanzbranche, etwa das Deutsche Aktieninstitut (DAI) oder der Deutsche Fondsverband (BVI), als auch renommierte Wissenschaftler wie die Professoren Christian Koziol und Christoph Kaserer kommen im Kern zu einem einheitlichen Ergebnis: Privatanleger werden letztlich die Steuerlast tragen müssen. Auch langfristige Sparer, die angesichts der demografischen Entwicklung zur privaten Altersvorsorge angehalten sind, sind laut BVI betroffen. [...]

      Bei all den kritischen Stimmen geht es nicht darum, sich der Finanztransaktionssteuer grundsätzlich zu verweigern. Denn der Wille der politischen Mehrheit ist in unserer demokratischen Gesellschaft selbstverständlich zu akzeptieren. Ziel muss daher sein, die Steuer verantwortungsvoll auszugestalten und die negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Eine Ausnahme der Privatanleger ist hierfür ebenso unverzichtbar wie die Ausnahme für Liquiditätsspender. [...]

      Weiter zu lesen auf wiwo.de, Quelle:
      http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/finanztransaktionssteuer-neue-steuer-belastet-private-anleger/8281242.html
      http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/finanztransaktionssteuer-renditeverlust-durch-steuer/8281242-2.html


      Viel Erfolg.
      Beste Grüße

      Roti ;)
    • weiter gehts

      Hallo zusammen,

      tja weiter geht´s im Thema :S

      ***
      Dienstag, 18. Juni 2013

      EU-Parlament ist sich einig

      Finanztransaktionssteuer kommt

      Die Finanztransaktionssteuer ist nun beschlossene Sache. Im Europaparlament hat der zuständige Wirtschaftsausschuss grünes Licht für die von Deutschland und zehn anderen EU-Staaten geplante Steuer gegeben. Wie ein Parlamentssprecher mitteilte, stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten für die Besteuerung von Aktien, Anleihen und Derivaten. Im Juli soll das Plenum des Europaparlaments über die Neuregelung abstimmen. Anschließend beginnen die Verhandlungen im Rat, in dem die EU-Staaten vertreten sind.

      Weiter zu lesen auf n-tv.de,
      Quelle: n-tv.de/ticker/Finanztransakti…ommt-article10844356.html

      Viel Erfolg.
      Beste Grüße

      Roti ;)
    • Hallo,

      danke fürdie Info.

      Mich würde mal interessieren, welcher aufgeblähte Apparat sich die Steuern in die Kippe steckt. Es wird sich leider auf das Verhalten der privaten Anleger an den Börsen negativ auswirken. Ein nachhaltig ausgerichteter Trader und Markttechniker wird hier leider auch getroffen.

      Viele Grüße,
      Mike
    • Rechtliche Bedenken: EU-Juristen stellen Finanzsteuer in Frage

      Hallo zusammen,

      tja es wird nun scheinbar auch rechtlich interessant, dennoch wird es wahrscheinlich den Privatanleger und -trader doch irgendwie belasten sagt mir mein Bauchgefühl:

      Für den Admin: Auszug bzw. Zitat gemäß gem. §51 UrhG. Erlaubt ist nur die Übernahme von einzelnen Stellen, als Zitat markiert und mit Quellenangabe versehen.


      Rechtliche Bedenken: EU-Juristen stellen Finanzsteuer in Frage

      Die Finanztransaktionsteuer verstößt möglicherweise gegen EU-Recht. Diese Bedenken hat nun der juristische Dienst der EU geäußert. Bei der Bankenlobby sorgt das Gutachten für gute Laune.

      London - Die Finanztransaktionsteuer scheitert möglicherweise an rechtlichen Hürden. Der juristische Dienst der Europäischen Union meldete Zweifel an der Rechtmäßigkeit an, wie aus einem Gutachten hervorgeht, über das die "Financial Times" und Reuters berichten. Die Steuer sei nicht mit dem EU-Vertrag vereinbar und würde wohl den Wettbewerb in der EU verzerren. Politisch wurde die Steuer bereits deutlich abgespeckt, mit der die Banken an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden sollen.

      [...]

      Bundesregierung will an Steuer festhalten

      In der Finanzbranche, deren Lobbyisten seit Monaten gegen die Steuer kämpfen, sorgte das Gutachten für gute Laune. "Wir sind von Anfang an gegen diese unsinnige Steuer eingetreten und begrüßen es insofern, wenn wir für unsere rechtlichen Argumente jetzt offenbar Rückendeckung erhalten", sagte ein Sprecher des Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB), der unter anderem die Landesbanken vertritt. Sie hatten befürchtet, dass durch die Steuer die Wertpapierleihegeschäfte getroffen würden, mit denen die Institute Geld innerhalb der öffentlich-rechtlichen Bankengruppe hin- und herschieben.

      Die Bundesregierung hält trotz der Bedenken an der Finanztransaktionsteuer fest. "Die Bundesregierung setzt sich aus gutem Grund für eine baldige Einführung der FTT ein", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Dienstag in Berlin. "Daran hat sich nichts geändert", ergänzte sie. "Die juristischen Bedenken müssen jetzt so schnell wie möglich geklärt und ausgeräumt werden", forderte sie.

      Weiter zu lesen:
      spiegel.de/wirtschaft/unterneh…er-in-frage-a-921446.html

      Ebenso wäre eine Finanzaktivitässteuer wesentlich "punktgenauer" als eine Transaktionssteuer, so der Spiegel jedoch mit wesentlich meht Kontrollaufwand gegenüber den Bankern verbunden! Mal sehen was die "neue" Regierung in Sachen FTS macht??

      Weiter zu lesen:
      Link siehe oben

      Viel Erfolg.
      Beste Grüße

      Roti ;)