Traden und Steuererklärung

    • Hallo @andisausp

      Die wichtigste Zahl um die Einkünfte für die Anlage Kap zu befüllen ist die Angabe Total in der Sektion Realisiert. Die Sektion "Unrealisiert" interessiert das FA nicht.


      andisausp schrieb:

      Klar kann man einfach den Kontoauszug beilegen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass mann dann weiteren Schriftverkehr hat schein recht groß, wenn man die Beiträge hier und im Internet liest.

      Es liegt auch viel daran welchen Bearbeiter du erwischst. In der Steuersoftware hatte ich diese Gesamtzahl eingegeben ohne auf einzelne Trades einzugehen. Als Nachweis lege ich einen sehr ausführlichen Kontoauszug bei. Mit einer derart detaillierten und umfangreichen Auflistung und Nachweisführung vermeide ich etwaige Vorwürfe eines lückenhaften Nachweises der Trades. Hatte aber noch nie Probleme damit. Um es deutlicher zu machen, einfach in der Überschrift in der Abrechnung das Wort Realized und Total markieren, dann wird das schon klar. In der Regel sollten da keine Nachfragen kommen. Und wenn doch, dann ist das ein Zeichen das der jeweilige Bearbeiter sich die Nachweise wenigstens angeschaut hat ;)

      Die Kontoauszug-PDF muss nicht zwingend ausgedruckt werden. Ein Muss zur Vorlage beim FA für die Anlage Kap sind die folgenden einzureichenden Belege:
      • Steuerbescheinigung über anrechenbare Kapitalertragsteuer, nur wenn eine Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge oder die Günstigerprüfung beantragt wird
      • Steuerbescheinigung über Kapitalerträge, für die keine Kirchensteuer einbehalten wurde, obwohl eine Kirchensteuerpflicht besteht
      • Bescheinigung über anrechenbare ausländische Steuern


      Der Kontoauszug den man sich ausdrucken kann, stellt keine Steuerbescheinigung dar. Sofern eine Auflistung gefordert ist, wird sich der Bearbeiter das bei dir anfordern. Um aber die Bearbeitungszeit von vorn herein möglichst kurz zu halten, lege ich die Ausdrucke bei. Ist aber wie gesagt keine Pflicht.


      Edit:
      Ach so, einen Tipp hab ich da noch für dich. Wenn du 55€ investieren möchtest, hol dir das Paket: optionsstrategien-shop.com/pro…rwebinar-fuer-trader.html
      Dort bekommst du ein Steuer-Webinar für Trader auf DVD und ein Buch vom Herrn Köber dazu. In dem Webinar wird u.a. auf die TWS, den Abrechnungen und Aufbereitung für die Steuererklärung eingegangen. Herr Köber vereint gleich zwei tolle Dinge: Er ist ein empfohlener Steuerberater und tradet selbst. Von daher ... Evtl. lässt du dich mal in einer seiner Kanzleien beraten.

      PS: Ich kriege keine Provision ;)
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      Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. (Bertrand Russell)
      Über das gelebte Leben und das wir vielleicht führen wollten...
      Mein Trading-Blog
    • Björn schrieb:

      Als Nachweis lege ich einen sehr ausführlichen Kontoauszug bei

      Björn schrieb:

      Ein Ausdruck der Kontoauszug-PDF muss nicht zwingend ausgedruckt werden
      Welchen meinst du speziell auf Captrader bezogen?

      Das FA ist ja in vielen Sachen etwas lockerer geworden, was die Anerkennung von Belegen angeht. Druckst du nur die Seite mit dem realisierten Gewinn aus?
      Wie handelt man denn nun am besten an der Börse?

      Hmm... am besten profitabel :)

      ___________________________________________
      www.boersenlehrling.de
    • Wie gesagt ein Ausdruck muss nicht zwingend dazu. Ich hatte es aber gemacht und legte es dazu um unnötige Postlaufzeiten wegen Nachfragen zu vermeiden. Seit einigen Jahren bin ich bei meinem Steuerberater, dieser macht das mit der Tradinggeschichte aber auch so.

      Ob CapTrader oder IB direkt ist egal. Die sind gleichwertig, da beide Broker keine Kapitalertragssteuer abführen.

      Das die FA "lockerer" geworden sind, liegt an der Einführung von Elster vor einigen Jahren. Die althergebrachte Ansicht, dass für jeden angesetzten Aufwand ein Beleg dabei sein muss ist überholt. Zumindest für Privatpersonen. Daran muss sich die Masse der Leute natürlich erst noch gewöhnen, denn das beißt sich ja irgendwie mit der deutschen Gründlichkeit ;)

      In den kommenden Jahren soll die Belegführung immer weiter bis auf gesetzlich gefordertes Minimum reduziert werden. Das spart Platz in den Steuerakten und reduziert natürlich den gesamten Aufwand. Für beide Seiten. Zitat aus dem folgenden Dokument:

      [...] Alle anderen Belege sind nur nach Anforderung durch das Finanzamt einzureichen. Dies betrifft z. B. Belege über Arbeitsmittel, Nachweise über Beiträge an Berufsverbände und Beitragsbestätigungen zu Versicherungen.
      Was aktuell eingereicht werden muss, kann hier nachgelesen werden: elster.de/download/Merkblatt_E…Einzureichende_Belege.pdf


      Zum Kontoauszug selbst: Vor dem angesprochenen Webinar habe ich den Auszug "Default" ausgedruckt. Aktuell nutze ich die Einstellungen für die Kontoauszüge die Herr Köber empfiehlt. Der ist noch etwas detaillierter, aber aus Nachweisgründen eben auch genauer.
      Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. (Bertrand Russell)
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    • Björn schrieb:

      Hallo @andisausp

      Die wichtigste Zahl um die Einkünfte für die Anlage Kap zu befüllen ist die Angabe Total in der Sektion Realisiert. Die Sektion "Unrealisiert" interessiert das FA nicht.

      Hallo und vielen Dank für die ganzen hilfreichen Infos hier von euch!

      Könnt ihr mir bitte noch unter der "Realized Performance Summery" den letzten Punkt:
      FOREX
      USD
      erklären?
      Habe hier bei TOTAL ein Plus stehen, kann mir aber nicht ganz erklären wie sich der Betrag zusammen setzt.
      Bei Aktien steht bei TOTAL auch ein Plus.

      Ist nun der Betrag in "Gesamt (Alle Vermögenswerte)" in EUR oder USD?
      Kann ich den so in die Steuererklärung übernehmen für Kapitalerträge?
      Müssen da nicht noch die Dividenen dazugerechnet werden, welche ich erhalten habe?

      Vielen Dank im Voraus für eine Antwort :)
    • Björn schrieb:

      Wie gesagt ein Ausdruck muss nicht zwingend dazu. Ich hatte es aber gemacht und legte es dazu um unnötige Postlaufzeiten wegen Nachfragen zu vermeiden. Seit einigen Jahren bin ich bei meinem Steuerberater, dieser macht das mit der Tradinggeschichte aber auch so.

      Ob CapTrader oder IB direkt ist egal. Die sind gleichwertig, da beide Broker keine Kapitalertragssteuer abführen.

      Das die FA "lockerer" geworden sind, liegt an der Einführung von Elster vor einigen Jahren. Die althergebrachte Ansicht, dass für jeden angesetzten Aufwand ein Beleg dabei sein muss ist überholt. Zumindest für Privatpersonen. Daran muss sich die Masse der Leute natürlich erst noch gewöhnen, denn das beißt sich ja irgendwie mit der deutschen Gründlichkeit ;)

      In den kommenden Jahren soll die Belegführung immer weiter bis auf gesetzlich gefordertes Minimum reduziert werden. Das spart Platz in den Steuerakten und reduziert natürlich den gesamten Aufwand. Für beide Seiten. Zitat aus dem folgenden Dokument:

      [...] Alle anderen Belege sind nur nach Anforderung durch das Finanzamt einzureichen. Dies betrifft z. B. Belege über Arbeitsmittel, Nachweise über Beiträge an Berufsverbände und Beitragsbestätigungen zu Versicherungen.
      Was aktuell eingereicht werden muss, kann hier nachgelesen werden: elster.de/download/Merkblatt_E…Einzureichende_Belege.pdf

      Zum Kontoauszug selbst: Vor dem angesprochenen Webinar habe ich den Auszug "Default" ausgedruckt. Aktuell nutze ich die Einstellungen für die Kontoauszüge die Herr Köber empfiehlt. Der ist noch etwas detaillierter, aber aus Nachweisgründen eben auch genauer.
      Die Vorstellung daß die Finanzämter lockerer geworden sind ist leider sehr naiv.

      Ich habe meine Steuererklärung wie in x Anleitungen beschrieben mit den Activity Statements von IB mindestens fünf Jahre lang gemacht und nie Probleme gehabt. Bis jetzt natürlich mal Verluste geltend gemacht werden sollen. Der erste Durchgang der Rückfragen war:
      Belege zu Ankauf und Verkauf von 2 Aktien exemplarisch
      Belege zu Ankauf und Verkauf von etwa 5 Optionen exemplarisch inkl. Nachweise zu Kurswerten von Option und zum Basispreis
      Kontoeröffnungsunterlagen (konnte ich nicht mehr beibringen) und
      ALLE KONTOAUSZÜGE ZUM ZAHLUNGSVERKEHR AUF DAS AUSLÄNDISCHE KONTO VON IB SEIT KONTOERÖFFNUNG!!!

      Die Begründung im Schreiben des FA ist noch nett "...Verluste können ohne Vorlage aussagekräftiger Unterlagen nicht anerkannt werden ...", lest mal diese Version hier:
      Anerkennung von Verlusten bei ausländischen Brokern durch Finanzamt
      Das FA kann die Anerkennung vollständig verweigern.

      Jetzt bin ich mit der netten Dame noch am diskutieren ob ich die individuellen Devisenumrechnungskurse zu Kauf- und Verkaufsdatum beibringen kann, da sonst die realisierten Verluste in € nicht individuell nachvollziehbar wären. Dann müsste sie schätzen... Wäre zumindest kein Totalverlust.

      Hat jemand Tips? Geht das Steuerwebinar von Johann C. Köber auf die Devisenkurse bei Kauf- und Verkauf ein?

      Viel Spaß beim Traden!
    • Ulrich schrieb:

      Die Vorstellung daß die Finanzämter lockerer geworden sind ist leider sehr naiv.
      Hallo.

      Damals setzte ich das Wort extra in Anführungszeichen. Um das nochmal klar zustellen: Vor einiger Zeit mussten zumeist alle Aufwendungen per Beleg nachgewiesen und der Erklärung beigefügt werden. Seit einiger Zeit eben nur noch für einige wenige Aufwendungen, siehe auch den obigen Link. Andere müssen dann nach Aufforderung vorgelegt werden. Das war das, was ich mit "lockerer" in Bezug nahm. Das als naiv zu bezeichnen, halte ich für überzogen.

      Das Dein zuständiges Finanzamt in deinem Fall, da etwas Umstände bereitet tut mir leid. Das hängt immer von jeweiligen Bearbeiter ab. Wenn sich gänzlich keine Einigung finden lässt, hilft es m.E. immer das Gespräch mit dem nächsten Vorgesetzten zu suchen.
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    • Hallo,

      Entschuldigung für die Wortwahl. Ich möchte nur eindringlich darauf hinweisen, daß an vielen Stellen, z. B. bei Lynx auf der Homepage, behauptet wird, daß die Aktivity-Statements ausreichend sind und das nicht der Wahrheit entspricht. An anderer Stelle wird sogar behauptet, daß das FA bei ausländischen Brokern keine anderern Unterlagen verlangen kann, was einfach falsch ist. Das FA kann für die Anerkennung von Verlusten auf der Steuerbescheinigung nach deutschem Recht beharren und somit komplett abschmettern.

      Die historischen Devisenkurse sind auch im System von IB drin, ich habe versucht über Flex-Queries da dran zu kommen aber bisher nur Datenbrei erhalten - Währungs-Referenzkurse sind da aber für jede Währung und jeden Handelstag drin.Geht das Steuerwebinar von Johann C. Köber darauf ein?

      Wenn IB nicht auf das deutsche Steuerrecht eingeht und den deutschen Kunden mit den erforderlichen Belegen weiterhilft so muß man die Sache einstellen, keine noch so günstigen Handelsgebühren wiegen den Steuernachteil auf, auch über viele Jahre nicht.
    • Ulrich schrieb:

      Entschuldigung für die Wortwahl.
      Kein Thema, alles gut :)

      Ulrich schrieb:

      Wenn IB nicht auf das deutsche Steuerrecht eingeht und den deutschen Kunden mit den erforderlichen Belegen weiterhilft so muß man die Sache einstellen, keine noch so günstigen Handelsgebühren wiegen den Steuernachteil auf, auch über viele Jahre nicht.
      Ich habe z.B. mein Trading mittlerweile gänzlich auf EOD ausgerichtet, Positionen liegen Wochen bis mehrere Monate im Depot. Um es mir möglichst einfach zu machen, handle ich nur mehr bei Brokern die in Deutschland ansässig sind und nach deutschem Recht abrechnen, sprich die Kapitalertragssteuer abführen und eine ordentliche Steuerbescheinigung am Jahresende zur Verfügung stellen. Ich habe dort natürlich höhere Gebühren, aber bei einer so geringen Handelsfrequenz ist mir das dann auch egal.

      Ulrich schrieb:

      Ich möchte nur eindringlich darauf hinweisen, daß an vielen Stellen, z. B. bei Lynx auf der Homepage, behauptet wird, daß die Aktivity-Statements ausreichend sind und das nicht der Wahrheit entspricht.
      Theoretisch reichen die Activity-Statements es ja aus. Aber eben nur theoretisch. Absolut anerkennen und ohne Probleme zu bereiten, werden die Finanzämter die regulären Steuer- und Verlustbescheinigungen die von deutschen Banken und Brokern ausgestellt werden. Ich hatte zum Glück noch nie Probleme mit den Statements ausländischer Broker gehabt. Man muss aber auch sagen, dass die Nachweisführung mit den eingängigen Kontoabrechnungen wie sie z.B. von InteractivBrokers und deren WhiteLabel Parnter zur Verfügung gestellt werden, nicht gerade einfach ist. Aber dennoch machbar.

      Von US oder anderen ausländischen Brokern gibt es ja eben nichts anderes als die jeweiligen Kontoauszüge/Abrechnungen. Sollte es Probleme geben mit dem örtlichen Finanzamt, kann man immer nur den Rat geben, dass persönliche Gespräch zu suchen. Unter Umständen eben auch mit dem jeweiligen Sachgebietsleiter.
      Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. (Bertrand Russell)
      Über das gelebte Leben und das wir vielleicht führen wollten...
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    • Ulrich schrieb:

      Wenn IB nicht auf das deutsche Steuerrecht eingeht und den deutschen Kunden mit den erforderlichen Belegen weiterhilft so muß man die Sache einstellen, keine noch so günstigen Handelsgebühren wiegen den Steuernachteil auf, auch über viele Jahre nicht.


      Hallo Ulrich,

      ja so ist es, dazu auch mein Posting mit ähnlicher Erkenntnis im Wertpapier-Forum (keine Werbung) wo du ja auch zu diesem Thema in Diskussion gegangen bist.

      Roti wrote:

      ohne Überheblich wirken zu wollen müsste man grundsätzlich bei allen ausländischen Brokern sagen wie bspw. bei degiro, Interactive Brokers und alle dessen White-Labels, AMP-Futures, Charles Schwab, Global Futures, Lightspeed Trading, WHS, IW Bank, etc. etc. um mit der Steuer / dem deutschen Finanzamt salopp gesagt keinen Stress zu bekommen und alles "tip top" sauber steuerlich abgerechnet zu haben vom Fonds oder ETF samt Sparplan bis zum Futures-Terminkontrakt mit Lieferung am Verfallstag und dem ganzen Forex-Handel und ggf. Optionshandel immer einen auf Investing/Trading spezialisierten Steuerberater zu haben welcher komplett alles für einen mit dem Finanzamt klärt. Da hat man auf der einen Seite günstigste Gebühren und einen internationalen Marktzugang und auf der anderen Seite einen professionellen Steuerberater der das Tradinggeschäft steuerlich genau kennt.
      Ob das dann wirklich günstiger kommt als bei einem inländischen Broker (sino, ViTrade, etc.) zu sein und mit den dort ausgestellten und nach deutschen Recht gültigen Belegen selber beim FA die Steuer einzureichen (also ohne Steuerberater) muss jeder selbst für sich ausrechnen?! Mit dem Finanzamt und privaten Tradern welche bei obigen ausländischen Anbietern ein Marginkonto unterhalten und dies dann mit den englischsprachigen Belegen selbst steuerlich abrechnen gibt es seit Jahren unterschiedlichste Erfahrungen von total daneben bis alles in Ordnung in diversen Börsenforen (Tendenz eher steigend); hier scheint es auch beim hiesigen FA unterschiedliche Qualitäten der Sachbearbeiter zu geben. Des Weiteren kann das FA bei ausländischen Anbietern für die kommenden Jahre Steuervorauszahlung festsetzen, ob sich dann die supergünstigen Ordergebühren rechnen muss jeder selber prüfen.

      Quelle: wertpapier-forum.de/topic/4459…ndComment&comment=1058571


      Persönlich lasse mittlerweile alles von Lohn, Immobilien, Aktien, Trading, Wechselkurse etc. über Steuerkanzlei laufen, spart mir erheblich Nerven und Zeit und so wie angesetzt geht es auch i.d.R. durch. Einzig, da hast du Recht mit der Anerkennung der auf einem ausländischen Konto gemachten Verluste kann es bei sehr kleinen Summen zur Ablehnung kommen (angeblich stünde dies in keinem Aufwand zu) oder wenn du einige Jahre hintereinander nur Verluste mit dem ausländischen Konto schreibst kann dir dies als Hobby/Liebhaberei vom FA u.U. ausgelegt werden habe ich gehört. Da müsste man dann mit seinem Steuerberater dann vermutlich einen Widerspruch samt folgenden Prozess anstreben, ob das rentiert??
      Köber soll ein sehr guter und sehr teurer Steuerberater speziell für Investoren und Trader sein da er dies praktisch auch selbst tut und daher Ahnung hat. Ob das stimmt und er der Tipp für Trader als der passende Steuerberater ist weiss ich nicht da es sich wohl erst ab großen Depots/Kontos und/oder als Gewerblicher erst rentiert sein Mandat (sein Kunde) zu werden. Den Webinarkurs von Köber kenne ich nicht wird aber speziell für Optionen sein uns ist auch schon wieder ein paar Jahre alt ^^

      Meine Antwort stellt keine Steuerberatung oder eine Aufforderung zu einem bestimmten Vorgehen dar, lediglich meine Meinung und was man öffentlich so alles zum Thema lesen kann!!

      Viel Erfolg.
      Beste Grüße

      Roti ;)
    • Roti schrieb:

      Des Weiteren kann das FA bei ausländischen Anbietern für die kommenden Jahre Steuervorauszahlung festsetzen, ob sich dann die supergünstigen Ordergebühren rechnen muss jeder selber prüfen.
      Steuervorauszahlungen hat das FA mir auch schon aufgebrummt, aber wenn im laufenden Jahr keine Gewinne in der entsprechenden Höhe anfallen kann man das stunden lassen problemlos.
      Trotz evtl. Vorauszahlung bleibt ein wesentlicher Steuervorteil bei einem ausländischen Broker: wer Leerverkäufe tätigt, würde bei einer deutschen Bank sofort auf die volle Summe, die "Einnahme", die Quellensteuer abgezogen bekommen und erst über die Steuererklärung zurückerhalten. Wer z. B. Spreads handelt würde gleich am Anfang die volle Kapitalertragssteuer auf die leerverkaufte Position bezahlen was u. U. die Gesamtinvestition in diesen Spread-Trade und bestimmt den möglichen Gewinn sofort weit übersteigt und damit sinnlos macht. Die Steuervorauszahlung beendet nur den Vorteil, daß man mit dem summarischen Gewinn übers Jahr weiterarbeiten kann bis zur Steuerzahlung, die restlichen Vorteile bleiben schon noch erhalten.