Traden und Steuererklärung

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    • Traden und Steuererklärung

      Guten Morgen zusammen,

      jetzt mal glaube ich das wichtigste Thema überhaupt und ich hoffe das jetzt mal jeder was zu den Thema sagt was er denkt

      Traden und Steuererklärung ganz Aktuell durch denn Fall Uli Hoeneß tagesspiegel.de/wirtschaft/rue…-uli-hoeness/9053042.html

      Wie habt ihr das Thema gelöst? Von euch handeln ja glaube 90% Forex und das sind ja so gut wie immer Ausländische Konten wie wickelt ihr die Steuererklärung in Deutschland ab ?

      Glaube unser Steuersatz sind 27% zur Zeit auf Trading gewinne

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Björn () aus folgendem Grund: Tags hinzugefügt

    • @Alex183
      Wieso gefährlich? Da ist nichts gefährlich, außer man will die Steuer "umgehen" und schummelt ... Das sollte man auf keinen Fall versuchen!

      Bei inländischen Konten wird die Kapitalertragssteuer i.d.R. direkt nach Veräußerung von der Kontoführenden Bank automatisch an das Finanzamt abgeführt. Ich glaube manche Instititute machen das auch monatlich, aber da will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehen. Du solltest am Jahresende aber eigentlich eine Bescheinigung bekommen.

      Bei ausländischen Konten ist das auch nicht weiter kompliziert. Auch hier bekommtst du meist eine Jahresabrechnung. Grundgedanke ist dabei, den im Steuerjahr erwirtschafteten Gewinn entsprechend zu versteuern. Und die Quellensteuer nicht vergessen, die ist in voller Höhe auf die deutsche Einkommensteuer anzurechnen. Der Betrag der Quellensteuer ist in den Steuerbescheinigungen des ausländischen Kreditinstituts enthalten.



      Jimmyrakete schrieb:

      Wie habt ihr das Thema gelöst? Von euch handeln ja glaube 90% Forex und das sind ja so gut wie immer Ausländische Konten wie wickelt ihr die Steuererklärung in Deutschland ab ?

      Ich spreche jetzt aus meinen Erfahrungen (und dts. Steuerrecht) - das ist und soll nicht als Beratung aufgefasst werden! Wenn man die StErkl. selbst macht, kann man jeden Trade in die Software eingeben. Bei vielen Trades war mir das aber immer zu müßig. Ich habe immer nur die zu versteuernde Summe eingegeben und als Nachweis die Brokerabrechnungen/Jahresbescheinigung mitgeschickt. Wurde bisher immer akzeptiert.

      Übrigens: Mit einer guten Software ist es wirklich nicht schwer, diese Erträge korrekt in die Steuererklärung aufzunehmen. Veräußerungsgeschäfte aus Aktien und anderen Wertpapieren (Trades im Forex habe ich hier immer mit aufgenommen) sind auf Grund der Einführung der Abgeltungsteuer bei den Einkünften aus Kapitalvermögen zu erfassen.

      In meiner Software sind die Eintragungen hier:
      Zinsen, Kapitalerträge und Veräußerungsgeschäfte -> Zinsen und andere Kapitalerträge -> Übrige Kapitalerträge


      Zu den Übrigen Kapitalerträgen gehören Kapitalerträge, die bisher nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben (aus ausländischen Kreditinstituten) wie z.B.:
      • ausländische Dividenden und ähnliche Erträge aus Aktien
      • Veräußerung von Kapitalanlagen und Aktienveräußerungen
      • bestimmte Bestandteile einer Ausschüttung aus Investmentanteilen
      • Zinsen aus Guthaben und Einlagen
      • Stillhalterprämien
      • Zinsen aus verzinslichen Wertpapieren



      Man kann es privat alles selbst erstellen. Der einfachste und natürlich sichere Weg ist der Weg zu einem Steuerberater. Ich habe viele Jahre meine Steuererkärung und die meiner Freundin selbst gemacht, aber aus anderen geschäftlichen Gründen bin ich seit 2 Jahren auch bei einem Steuerberater und damit zufrieden :)
      Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. (Bertrand Russell)
      Über das gelebte Leben und das wir vielleicht führen wollten...
      Mein Trading-Blog
    • Björn schrieb:

      In meiner Software sind die Eintragungen hier:
      Zinsen, Kapitalerträge und Veräußerungsgeschäfte -> Zinsen und andere Kapitalerträge -> Übrige Kapitalerträge



      Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag hier mal Screenshots aus der Software, wo ich u.a. Forex Trades eingetragen habe. Dazu die Brokerjahresbescheinigungen und alles war gut ;)
      Bilder
      • 13-01-2014 19-33-58.jpg

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    • Jimmyrakete schrieb:

      jetzt mal glaube ich das wichtigste Thema überhaupt und ich hoffe das jetzt mal jeder was zu den Thema sagt was er denkt


      Hallo.

      Dafür das es dir so wichtig war, kam recht wenig Rückmeldung ;) Hat dir das geschriebene im Beitrag 3 und 4 geholfen?
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    • Björn Sorry das ich noch nicht geantwortet habe bin immer noch am prüfen wie ich das alles mache weil ich ja auch noch selbstständig bin und die Einnahmen noch dazu kommen. Habe auch schon mit IB geredet was ich von den für Unterlagen bekomme
    • Björn hat im Grunde genommen schon alles gesagt. Du bekommst zum Jahresende eine Abrechnung vom Broker bzw. kannst diese anfordern. Diese wird zusammen mit der Steuererklärung eingereicht. Wird dein Tradingkonto in Deutschland geführt, fließen die Steuern aus Gewinne automatisch zum Finanzamt. Verluste werden dann in der Regel nach Verrechnung automatisch in das Folgejahr übertragen, ausgenommen du forderst eine Verlustbescheinigung an.

      Die Höhe der Abgeltungssteuer beträgt 25 % + Soli + Kirche, zusammen 27 %. Du kannst dich aber natürlich auch zu deinem individuellen Steuersatz besteuern lassen. Was für dich günstiger ist, musst du dir ausrechnen.

      @Alex183
      Ein Steuerberater ist nicht zwingend erforderlich, keinen zu beauftragen sicherlich nicht gefährlich. Die Steuererklärung ist heute leichter als jemals zuvor und kein Hexenwerk. Mit der Abgeltungssteuer ist es für uns Trader sogar noch einmal leichter geworden. Würde sich mein Einkommen nur aus Kapitalerträgen und nicht noch zusätzlich aus Mieten und Firmenanteile zusammensetzen, würde ich meine Steuererklärung einfach am PC anfertigen und per Elster an das Finanzamt schicken. Leichter geht's nicht.
    • HansGlueck schrieb:

      Björn hat im Grunde genommen schon alles gesagt. Du bekommst zum Jahresende eine Abrechnung vom Broker bzw. kannst diese anfordern. Diese wird zusammen mit der Steuererklärung eingereicht. Wird dein Tradingkonto in Deutschland geführt, fließen die Steuern aus Gewinne automatisch zum Finanzamt. Verluste werden dann in der Regel nach Verrechnung automatisch in das Folgejahr übertragen, ausgenommen du forderst eine Verlustbescheinigung an. ... Die Steuererklärung ist heute leichter als jemals zuvor und kein Hexenwerk.


      Hallo zusammen,

      interessante Diskussion und wie eingangs angesprochen sehr wichtig ;)

      Mein Beitrag stellt keine Steuerberatung dar und ist lediglich meine Meinung bzw. Verweis auf nachlesbare Beiträge zum Thema in öffentlichen Internetforen.

      Manche berichten dass Ihr Bearbeiter beim FA keine Beanstandung hatten, bei anderen schon bis hin zur kompletten Ablehnung der IB Activity Statements bzw. Belege ausländischer Anbieter. Immer das gleiche Problem, die Auszüge werden als Tradeliste oder Traderoll aus einem anbietereigenen IV-System angeliefert und sind meist in Englisch und mit allen möglichen Dingen versehen. Hier kann es von FA zu FA, also von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter, dazu kommen das diese englischen Belege nicht akzeptiert werden mit Begründung des FA die Amtssprache deutsch sei und/oder der englischsprachige Beleg so unbrauchbar sei und somit keine anderssprachigen, nicht brauchbaren Dokumente akzeptiert würden (kein Witz, kommt in der Praxis durchaus vor).

      Die Grundursache ist m.M. nach ein komplettes fehlen von Regelungen, Gesetzen für die ausländischen Anbieter (Banken, Broker, Market-Maker, Emittenten, etc.) wenn diese deutsche Privatkundschaft haben bestimmte Belege, Aufstellungen, Zusammenstellungen zwingend für jeden deutschen Kunden am Jahresende in einer Mindestanforderung für das deutsche Steuerrecht ausstellen und versenden zu müssen. Und damit hat jeder Trader welcher bei nichtdeutschen Anbietern ein Konto/Depot hat Jahr für Jahr die gleiche Herausforderung mit der Steuererklärung. Es gibt Anbieter die auf Nachfrage zumindest eine einfache Jahresübersicht zukommen lassen jedoch auch Anbieter – wie Interactive Brokers – wo man regelrecht auf "Granit beißt" wenn man zusätzlich eine Bescheinigung haben möchte.

      Das ist ja der "Pferdefuss" da u.U. die Kosten für deine Steuerberatung bzw. "Übersetzen" bspw. der IB Activity Statements ins deutsche Steuerrecht die günstigen Ordergebühren gegenüber anderen Brokern wieder aufzehren können. Mit "Übersetzen" ist nicht der Text gemeint sondern die Besonderheiten der einzelnen Aktionen und deren korrektes Ansetzen in der eigenen Steuererklärung (Dividenden, Stillhalterprämien, Währungstausch, Forex, Geschäft in einer anderen Währung, tägl. Gewinn-/Verlustausgleich bei Futures-Kontrakten, Optionsausübung, ausl. Quellensteuer, etc. etc. etc.). Zwar kannst Du selbst auch eigene Belege erstellen im Accountmanagement von Interactive Brokers nur nach deinen Vorgaben was da drauf soll doch auch hier musst Du dir für alle Arten von Belegen selber Gedanken machen. Bei den teuren deutschen Anbietern werden alle Arten von Belegen durch die Rechtsabteilung geprüft bzw. erstellt nach Steuergesetzen und ist halt alles schön säuberlich im Kunden-Online-Archiv und fertig. Dafür sind die heimischen Anbieter oft für´s (Day)Trading (hohe Gebühren, ungeeignete Plattform, PIN/TAN-Verfahren, fehlende Marktzugänge, etc.) nicht zu gebrauchen, schade.

      Und wer meint optimal mit seinem Geld arbeiten zu können bei einem ausländischen Broker weil erst am Ende des Jahres Steuern abgeführt werden kann vom Finanzamt künftig eine Vorauszahlungsfestsetzung aufgebrummt bekommen (Widerspruch kann jedoch eingelegt werden). Zudem noch nebenbei bemerkt ist eh jeder Steuerbürger beim FA in eine Risikoklasse eingeteilt und inländische Konten können via Kontoabfrage grob geprüft werden ob der Inhaber auch der gleiche ist wie in der Steuererklärung und solche Sachen.

      Dennoch um die Eingangsfrage zu beantworten und ohne Gewähr sollte es auch für Belege mit Interactive Brokers, Captrader, Lynx mit dem FA klappen. Da diese ohnehin keine Verlustbescheinigungen oder Erträgnissaufstellungen ausstellen ist hier Handarbeit angesagt! Doch wie Björn und HansGlueck es beschreiben klappt dies, also immer den Jahreskontoauszug (ausführlich, mit allen Trades und Gebühren) abgeben plus eine kurze Erläuterung, in dem Finanzamt den Gewinn/Verlust wie folgt vorgerechnet wird:

      Ending Settled Cash zum Jahresende - (Starting Cash zum Jahresanfang - Withdrawals + Deposits)

      Noch ein wichtiger Hinweis für deutsche Steuerpflichtige:
      Es besteht hier die Möglichkeit, evtl. Altverluste (z.B. aus CFD-Altlasten) zunächst mit den aktuellen Gewinnen zu verrechnen. Sollte der neue Saldo dann - auch bei Verrechnung - immer noch negativ sein, kann man sich diese Verluste per gesondertem Bescheid festsetzen lassen und dann ins Folgejahr vortragen ...

      Wenn es nicht klappt ist sowieso ein Steuerberater und/oder –anwalt hinzuzuziehen.


      Hier noch zwei Fälle wegen einer möglichen Vorrauszahlung von Member fx11 und Gulliver (Auszüge):
      Ich handle ausschliesslich über IB und hatte letztes Jahr zum Glück ein paar Tradinggewinne. Vor ca. sechs Wochen habe ich meinen Steuerbescheid für das abgelaufene Jahr erhalten. Das Finanzamt wollte nachträglich Abgeltungssteuer sowie Vorauszahlungen für dieses Jahr. Die erste Zahlung wäre ca. 2,5 Wochen nach Erhalt des Bescheides fällig gewesen. Die haben die Trading-Gewinne des letztes Jahres 1:1 auf das aktuelle Jahr angesetzt und daraus die Höhe der Vorauszahlungen abgeleitet.
      Ob das normalerweise mit der Vorauszahlung so gängige Praxis ist, weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass der Finanzbeamte sich bei meiner EkSt-Erklärung mindestens zwei dicke Klopse geleistet hatte. Ich hätte nämlich gar keine Abgeltungssteuer zahlen dürfen, da der Typ u.a. vergessen hatte, mir den Pauschbetrag auf die Gewinne anzurechnen. Ich habe Einspruch gegen den Bescheid eingelegt und muss nun gar keine Abgeltungssteuer blechen. Ist übrigens zum 3.Mal in den letzten vier Jahren bei mir, dass der Steuerbescheid falsch war.


      Quelle: wertpapier-forum.de/topic/3230…-bei-interactive-brokers/

      oder

      Ich handele fast ausschließlich über Interactive Brokers (Amibroker mit EU-Niederlassung) - die Abführung der Abgeltungssteuer läuft da immer erst im Rahmen der Jahressteuererklärung.

      Das Problem: Das Finanzamt will die Abgeltungssteuer zeitnah und nicht erst am Jahresende einbehalten. Daher fordern Sie mittlerweile unterjährige (quartalsweise) Steuervorauszahlungen -erst in der Jahressteuererklärung werden die dann mit den tatsächlichen Gewinnen verrechnet und bei geringeren Gewinnen zurückgezahlt!


      Quelle: wallstreet-online.de/diskussio…ktienverkaeufen-us-broker

      Viel Erfolg.
      Beste Grüße

      Roti ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Roti ()

    • Die Finanzämter...
      Ich habe auch schon von Fällen gehört, bei denen das Finanzamt die Abgeltungssteuer bei Privatiers nicht anerkennen wollte, stattdessen eine Selbstständigkeit unterstellte und Gewerbe- bzw. Einkommensteuer erhob. In solchen Fällen hilft nur ein Widerspruch. Und wenn das nicht hilft einen Fachanwalt/Steuerberater damit beschäftigen. Meine Erfahrungen bei Finanzämtern (in Niedersachsen) in Verbindung mit der Abgeltungssteuer waren bisher immer positiv. Ich betrachte diese Fälle daher als Einzelfälle. Ich kann mir jedoch schon vorstellen, dass gerate Provinzämter so ihre Schwierigkeiten mit der Abgeltungssteuer und ihrer Berechnung haben.
    • Björn schrieb:

      Björn schrieb:

      In meiner Software sind die Eintragungen hier:
      Zinsen, Kapitalerträge und Veräußerungsgeschäfte -> Zinsen und andere Kapitalerträge -> Übrige Kapitalerträge



      Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag hier mal Screenshots aus der Software, wo ich u.a. Forex Trades eingetragen habe. Dazu die Brokerjahresbescheinigungen und alles war gut ;)


      Hallo Björn,

      du hast da Screenshots von deiner Steuersoftware gepostet, wo sich die einzelnen Transaktionen offensichtlich sehr gut erfassen lassen. Welche Software ist das?
      Ich habe bedenken dem Finanzamt einfach eine von mir selbst berechnete Zahl und die IB Account Statements zu schicken, weil ich befürchte, dass die das nie akzeptieren. Bin da offensichtlich an einen schwierigen Sachbearbeiter geraden, der prinzipiell Unklarheiten zu meinen Ungunsten auslegt. Aus den IB Statements lassen sich zwar Gewinne aus Aktienverkäufen und Dividenden noch ganz gut ablesen, bei bei mehreren Währungen und Forex-gehedgeden Fremdwährungsaktien wird es schon sehr unübersichtlich.

      Liebe Grüße und vielen Dank
    • satie schrieb:

      Welche Software ist das?


      Hallo.

      Das ist die Software von Buhl Data "WISO Steuersparbuch". Jedes Jahr kommt eine neue Softwareversion raus angepasst an die für das Steuerjahr aktualisierten Steuergesetze. Aktuell ist es das Steuersparbuch 2014 (für das Steuerjahr 2013). Ich nutze diese Softwarereihe schon seit bestimmt 8 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Meine eigene Streuererklärung lass ich zwar seit guten 2 Jahren beim Steuerberater machen (aufgrund der Vermietungen). Aber für meine bessere Hälfte :) mach ich StErkl. noch immer selbst.


      satie schrieb:

      Ich habe bedenken dem Finanzamt einfach eine von mir selbst berechnete Zahl und die IB Account Statements zu schicken, weil ich befürchte, dass die das nie akzeptieren.


      Warum Bedenken? Die selbsterrechnete Zahl ist ja nur die zu versteuernde Summe, also der Reingewinn der am Jahresende angelaufen sind. Wenn der Herr/Frau Steuerbeamte es nicht glaubt, bekommt dieser halt die detaillierten Brokerabrechungen auf den Tisch geknallt ;) Kann ja dann selbst nachrechnen. Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass die endgültige zu versteuernde Summe ausreicht, nachgewiesen mit der Jahressteuerbescheinigung vom Broker. Aber jedes Finanzamt ist da leider etwas anders, obwohl man meinen müsste das alle Finanzämter nach den gleichen Gesetzen und Regeln arbeiten müssten :/ Dem ist aber leider nicht so.
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    • Hallo Traders!

      @Roti
      Danke für Deinen ausführlichen Bericht. :)

      Zeigt ja einige Stolpersteine der Praxis auf. Schon alleine deswegen alles ein Krampf, weil ausländische Broker jeweils eigene Zusammenfassungen der gehandelten Daten bieten. Ich habe mal im Futureshandel alle täglichen PDFs mit meinen täglichen Trades ausgedruckt: das war ein voller dicker Ordner bis zum Jahresende. Kann mir nicht vorstellen, dass das alles benötigt wird, aber man weiss ja nie. Und dann noch eine eigene Excelliste geführt mit täglichen Kennzahlen. Meine Herrn: das ging mir schon sehr auf den Zünder. Ob das dann in der Praxis so gebraucht wird oder nicht, weiss ich nicht. Wenn ich mir vorstelle, dann noch bei mehreren Brokern gleichzeitig... Spass sieht anders aus.

      Quartalsweise Vorauszahlungen oder Einstufungen als "Gewerblich Selbstständiger" ist schon sehr frech. Den Larry sollte man nicht mit sich machen lassen. Wenn man bedenkt, wie schwer es ist, vom Trading zu leben - oder dieses zumindest lohnenswert zu machen - und dann solche Hürden vorgesetzt zu bekommen, dass kann es ja nicht sein. Ein Fehler an der falschen Stelle und der Trader verliert einen Großteil oder alles oder steht gar mit Schulden da. Oder Broker geht pleite. Oder die Technik versagt. Flashcrash. Was auch immer. All das wird ja nicht gesehen auf Seiten des Finanzamtes. Die sehen nur: "Oh, dickes Geld gemacht, dem geben wir Beschäftigung, dem Kapitalist". Und im Verlustfall ist das einfach "der Looser, selber Schuld, der hat diese Strafe eh verdient" oder "Endlich trifft es mal den Richtigen!".

      @Björn
      Das ist die Software von Buhl Data "WISO Steuersparbuch". Jedes Jahr kommt eine neue Softwareversion raus angepasst an die für das Steuerjahr aktualisierten Steuergesetze. Aktuell ist es das Steuersparbuch 2014 (für das Steuerjahr 2013). Ich nutze diese Softwarereihe schon seit bestimmt 8 Jahren und bin sehr zufrieden damit.

      Kann mich da nur anschließen - und das für 30€ im Jahr. Je nach Situation noch mal vom Steuerberater anschauen lassen, doch bei grundsätzlich gleichen Bedingungen wie im Vorjahr kommt man mitunter auch zukünftig ohne Steuerberater aus. Wobei die Problematik die ist, die Daten in deren Systeme (DATEV) zu bringen und aufzubereiten und dann kostet das gleich wieder separat Knete. Ich lasse meine Steuer an meinem Laptop checken und gut ist es. Dann verschicke ich das noch im Büro des Steuerberaters per Elster über WLAN/3G, falls noch Komplikationen auftreten sollten. Drucke dabei gleich alle Formulare aus, tüte alles ein und auf dem Heimweg ab zum FinAmt mit den benötigten Belegen.

      Viele Grüße,
      Rainbowtrader
      "Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]
    • Björn schrieb:

      Das ist die Software von Buhl Data "WISO Steuersparbuch".


      Hallo Björn, vielen Dank für die Info. Ich habe bisher immer die Steuersparerklärung von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft verwendet. Klappte auch alles wunderbar, nur bei den Einküften aus Kapitalerträgen ist das ganze etwas beschränkt. Seit dem ich bei Captrader bin (dt. Klone von IB), gibts leider keine Steuerbescheinigung mehr, wo man einfach die Werte abtippt.

      Hat eigentlich jemand den vollen Durchblick bei den Activity Statements von IB? Ich finde die ne einzige Katastrophe. Dachte eigentlich, dass ich ein bißchen was von der Materie verstehe, aber da blicke ich nicht wirklich durch. Versuche jeden Monat aufs neue nachzuvollziehen, wie die z.B. meine cash balance berechnen. Habe als Basiswährung Euro, handel aber hauptsächlich Aktien in USD an Nasdaq oder NYSE, ein bißchen LSE und ganz wenig Deutschland. Profit und Loss für einzelne Trades ist noch relativ einfach in der jeweiligen Währung, was das dann aber in der Basiswährung unter Berücksichtigung von Wechselkursen, Forex Gebühren, Broker Interest, Verzinsung und mysteriösen "cash activities" ausmacht, ist mir ein Rätsel.

      Wie gesagt, bin noch ganz neu bei IB, falls sich da jemand schon einmal durchgequält hat, wäre ich für Tips sehr dankbar.

      Vielen Dank und liebe Grüße
    • satie schrieb:

      Profit und Loss für einzelne Trades ist noch relativ einfach in der jeweiligen Währung, was das dann aber in der Basiswährung unter Berücksichtigung von Wechselkursen, Forex Gebühren, Broker Interest, Verzinsung und mysteriösen "cash activities" ausmacht, ist mir ein Rätsel.


      Oh jeh, ich fange gerade erst an bei CapTrader zu handeln. Vorher war ich bei einem deutschen Broker. Aufgrund der Gebührenstruktur uns den breiten US-Markt eröffnete ich das CapTrader Konto. Wenn ich das so lese scheint es ja nicht so schön aufgeschlüsselt zu sein, wie man es von den "einheimischen" Brokern kennt. Und ganz ehrlich, die TWS ist auch nicht gerade sehr intuitiv. Aber naja, da wurschtelt man sich schon rein.

      Was aber die Abrechnungen angeht bin ich mal gespannt, wenn ich einen ersten vollen Handelsmonat rum habe. Wenn ich das so lese, dann freu ich mich schon :sironie:
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    • Björn schrieb:

      satie schrieb:

      Profit und Loss für einzelne Trades ist noch relativ einfach in der jeweiligen Währung, was das dann aber in der Basiswährung unter Berücksichtigung von Wechselkursen, Forex Gebühren, Broker Interest, Verzinsung und mysteriösen "cash activities" ausmacht, ist mir ein Rätsel.


      Oh jeh, ich fange gerade erst an bei CapTrader zu handeln. Vorher war ich bei einem deutschen Broker. Aufgrund der Gebührenstruktur uns den breiten US-Markt eröffnete ich das CapTrader Konto. Wenn ich das so lese scheint es ja nicht so schön aufgeschlüsselt zu sein, wie man es von den "einheimischen" Brokern kennt. Und ganz ehrlich, die TWS ist auch nicht gerade sehr intuitiv. Aber naja, da wurschtelt man sich schon rein.

      Was aber die Abrechnungen angeht bin ich mal gespannt, wenn ich einen ersten vollen Handelsmonat rum habe. Wenn ich das so lese, dann freu ich mich schon :sironie:


      Haha, ich bin seit November dabei, meine Trades beschränken sich aber eher so auf max. 20 im Monat. Vielleicht muss man sich wirklich nur daran gewöhnen, ich hoffe es mal. Gleichwohl ich mich an die TWS wohl nie gewöhnen werde, die entbehrt echt jeglicher Intuitivität.. Anderseits sind die Gebühren und Handelsplätze echt Klasse. Ich habe in den letzten Tagen das Trading Journal, dass ihr weiter oben besprochen habt ausprobiert und das ist einfach super. Damit bist du wirklich alle Sorgen los. Ich glaube, die Captrader Reports werde ich nie wieder anschauen sondern nur noch das benutzen. Kann man den Rabatt noch in Anspruch nehmen? Was muss ich da tun? Würde es mir sofort kaufen.
    • satie schrieb:

      Ich habe in den letzten Tagen das Trading Journal, dass ihr weiter oben besprochen habt ausprobiert und das ist einfach super. Damit bist du wirklich alle Sorgen los. Ich glaube, die Captrader Reports werde ich nie wieder anschauen sondern nur noch das benutzen. Kann man den Rabatt noch in Anspruch nehmen? Was muss ich da tun? Würde es mir sofort kaufen.


      Meinst du dieses hier? Trading Journal Spreadsheet - Ein professionelles Excel-Tagebuch für alle Fälle im täglichen Trading - Rabatt !!!
      Wenn ja, findest du in diesem Thema einige Informationen. Auch wegen dem Rabatt ;)
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